Schneeräumen in Hamburg ist Pflicht und ermüdend

Was hatte ich mich gefreut, dass eine Woche vor Weihnachten der erste Schnee in Hamburg fiel und dieser sogar über die Feiertage liegen blieb. Auch Silvester hatten wir noch gute Schneebedingungen. Nach des Festtagen hätte der gute alte Schnee aber gerne abtauen können, aber stattdessen wird es immer mehr. Seit Mitte Dezember hat uns der Winter mit Schnee und Eis fest in seinen kalten Händen. Damit verbunden auch das allmorgendliche Sportangebot: Schneeräumen und Eis entfernen auf den Wegen und der Straße. Einfach super, mittlerweile weiß man auf dem eigenen Grundstück schon gar nicht mehr, wohin man den Schnee noch lassen soll, abtauen ist ja nicht.

Gestern beim allmorgendlichen Schippen kam ich mit den Nachbarn auf die Frage, ob wir überhaupt verpflichtet sind zu räumen. Das Hamburger Wegegesetz hat da natürlich seine Regeln:

Anlieger und Eigentümer von Grundstücken sind nach dem Hamburger Wegegesetz (HWG) verpflichtet, die an das Grundstück angrenzenden Gehwege von Schnee und Glätte zu befreien.

Schnee muss sofort nach Ende des Schneefalls weggeräumt, glatte Flächen unmittelbar nach Einsatz abgestreut werden. Hierfür muss Sand oder Splitt verwendet werden.

Die gesicherte Breite muss mindestens einen Meter betragen. Bei Eckgrundstücken muss bis zur Bordsteinkante gesichert werden.

Die Schneeräumpflicht besteht von 8:30 Uhr bis 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9:30 Uhr.

Die Wegeaufsicht des Bezirksamtes kontrolliert, ob Wege ordentlich gesichert sind. Kommt der Räumungspflichtige seiner Verpflichtung nicht nach, meldet die Wegeaufsicht dies an das Bezirksamt.

Der Einsatz von Streusalz ist verboten, da dies verheerende Folgen für Pflanzen hat.

Warum eigentlich kein Salz? Die Wurzeln von Pflanzen und Bäumen können durch das Salz so stark geschädigt werden, dass diese kaum noch in der Lage sind, Wasser und Mineralien aufzunehmen. Die Folgen wären Krankheit und schlechtes Wachstum. Im Frühjahr wird das Keimen von Pflanzensamen verhindert und der Boden wird undurchlässig für Wasser.

Salz, das durch die Regensiele in die Stadtbäche gelangt, belastet die dortigen Lebensgemeinschaften. Die Umweltberatung rät daher, salzfreie, abstumpfende Streumittel zu verwenden. Für geeignete Produkte gibt es das Umweltzeichen „Blauer Engel“ (RAL UZ 13). Extreme Wettersituationen wie das sogenannte “Blitz-Eis” rechtfertigen jedoch aus Sicherheitsgründen den Einsatz von einem Salz-Sand-Gemisch.

Seit Montag mischt die Hamburger Straßenreinigung übrigens Sand und Salz. Dem Sand wird ungefähr 25 % Salz beigemischt. Die Salzreserven in den Hamburger Lägern sind sehr stark zurückgegangen.

Kommentare

  1. besteht schneeräumpflicht vor den eigenen
    reihengaragen?

  2. Langsam kann es wirklich mal aufhören, alle sind wirklich genervt vom ständigen Schippen und Schieben…

    Viel Spaß noch

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