Was erlauben Zé Roberto?

Jedem ist dieser Ausspruch des damaligen Bayern-Trainers Giovanni Trapattoni noch geläufig. 1998 meckerte er sich in die Herzen der Fußballfans, inbesondere der deutschen: “Was erlauben Struuunz? Struuunz! Strunz ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Strunz?! Letzte Jahre Meister geworden mit Hamann, eh…, Nerlinger. Diese Spieler waren Spieler und waren Meister geworden. Ist immer verletzt! Hat gespielt 25 Spiele in diese Mannschaft, in diese Verein. Muß respektieren die andere Kollegen!” und das Legendäre: “Ich habe fertig!”.

Ganz so ist es jetzt mit Zé Roberto vom Hamburger Sportverein sicher nicht, aber…

die Frage muss gestellt sein, warum ein hochbezahlter Arbeitnehmer nicht seiner Pflicht nachkommt. Zè Roberto sollte am Sonntag zusammen mit Alex Silva aus Brasilien kommend im türkischen Belek für die Vorbereitung auf die Bundesligarückrunde eintreffen. Alex Silva war da, aber nicht der 35-jährige Mittelfeldstar Zé Roberto. Was erlauben Zeeeè? Bis Montagabend war den Verantwortlichen des HSV nicht bekannt, wo und was ihr Angestellter gerade tut. Auch der Spielerberater schien nichts zu wissen.

In Zeiten der Wirtschaftskrise kann man über solch ein Verhalten nur den Kopf schütteln. Haben die Millionarios vergessen, wer die Gehälter mitfinanziert? Richtig, der gewöhnliche Fußballfan, der seiner Arbeit nachgeht und erscheinen sollte, wenn die Pflicht ruft.

Zé hat eine ganze Menge Sympathie verspielt. Sorry.

Kommentare

  1. Hi Bernt,

    also von Zé war ja schon zu Bayern-Zeiten bekannt, dass er gerne mal einen dienstlichen Ausrutscher gebracht hat - aber das gehört doch einfach zu ihm;)

  2. @John,

    ich habe ihn bei den Bayern nicht so verfolgt, aber ein Interview mit Hitzfeld in den letzten Tagen gelesen. Dort wurde er als Musterprofi bezeichnet.

    Sportlich gesehen, ist er in jedenfalls ein Glücksfall für den HSV, auch wenn er sich jetzt den verlängerten Urlaub gegönnt hat.

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