Klimahauptstadt Hamburg?
Hamburgs erster Bürgermeister Ole von Beust möchte, dass Hamburg eine führende Rolle im Klimaschutz übernimmt. Einer der wichtigsten Bausteine dafür soll ein neues Klimarechenzentrum für 43 Millionen Euro sein.
Es ist vom Senat geplant, ein konkretes Konzept für den Kampf gegen Treibhausgase im Sommer 2007 vorzulegen, versprach Ole von Beust. Ein zentraler Bestandteil sei, die Nutzung regenerativer Energien von jetzt 12 Prozent auf künftig 25 Prozent zu erhöhen. “Damit werden wir in Deutschland vorne liegen”, sagte der Bürgermeister.
Auch wenn es eher Symbolcharakter habe, werde Hamburg bei seinen Dienstwagen auf Modelle umsteigen, die eine hervorragende Kohlendioxidbilanz haben. Von Beust schlägt auch vor, die Laufzeit der Kernkraftwerke um fünf Jahre zu verlängern und die Hälfte des Gewinns von geschätzt mehr als einer Milliarde Euro dem Klimaschutz zur Verfügung zu stellen.
Rückendeckung erhält Ole von Beust aus Kiel, in Person von Prof. Peter Herzig vom Leibniz Institut für Meereswissenschaften. Dieser plädiert für einen norddeutschen “Forschungsverbund Klimawandel”, der die Kieler und Hamburger Institute für Meeres-, Wirtschafts-, Atmosphären- und Klimaforschung zusammenführt. Es gehe darum, den Ausstoß von Klimagasen zu begrenzen und sich an die Folgen der Erwärmung anzupassen. Daraus ergäben sich auch neue Chancen für die Wirtschaft in Norddeutschland. Die Umwelt aus Jobmotor. Eine gute Idee, von der alles profitieren würden.
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