SPD-Retter gesucht

Nach den Querelen der letzten Wochen und der Absage des ehemaligen ersten Bürgermeisters Henning Voscherau ist die Hamburger SPD auf der Suche nach einem geeigneten Kanditaten für die Bürgerschaftswahl 2008.

Bis jetzt hat sich noch niemand so richtig freiwillig gemeldet und es wird auch kein leichtes Unterfangen, den amtierenden Bürgermeister Ole von Beust aus dem Rathaus zu vertreiben. Zu sehr schätzen viele Hamburger die ruhige Arbeit des Christdemokraten. Dagegen wirkt so mancher SPDler etwas bieder und zu wenig hanseatisch.

Eine Hamburger Lösung bahnt sich ohnehin nicht an. Die profilierten Politiker der Hamburger SPD sind zu sehr mit der Bundespolitik oder Lobby-Arbeit beschäftigt, als das man sich dazu noch einen schweren Wahlkampf vorstellen könnte.

Einen Weiteren kann man von der Liste streichen: Fraktionschef Michael Neumann ist der nächste Kandidat, der sich weigert für die Hamburger SPD als Spitzenkandidat anzutreten.

Der Spiegel meldet soeben, dass der Heilbringer gefunden sein soll. Der Mitherausgeber der Wochenzeitung “Die Zeit” und ehemalige Kulturstaatsminister, Michael Naumann, 65, soll im kommenden Jahr für die Hamburger SPD gegen Bürgermeister Ole von Beust (CDU) antreten.

Kommentare

  1. Das sind wohl klassische selbstgemachte Leiden. Die Herren Kreischefs müssen sich nun zurecht vorhalten lassen Petersen verdrängt zu haben, ohne eine Alternative präsentieren zu können. Nach Neumanns Absage ist das Geschrei groß, aber der Kreis der möglichen Kandidaten umso kleiner. Vermutlich hat man sich bei der SPD in der Bürgerschaft schon auf weitere Jahre auf harten Oppositionsbänken arrangiert. Fraglich nur, wer sich jetzt opfern will, den chancenlosen Bürgermeisterkandidaten zu geben.

  2. Es ist im Besonderen einer der Kreischefs, der die Verdrängung von Petersen forciert hat und der wird es letzlich wohl auch als Kanditat werden. Der SPD-Dschungel in Hamburg ist schwer zu durchschauen. Und wie überall in der Politik macht keiner etwas ohne Berechnung.

  3. ich als als potentielle wählerin fordere den kopf oder die köpfe von dem briefwahlstimmendiebstahl. und bitte keine bauernopfer. ansonsten habe ich kein vertrauen in die hamburger spd und kann sie auch nicht weiterempfehlen. das wäre auch nicht fair der demokratie gegenüber. mit michael naumann kommt nun ein guter mann in die stadt, der die unabhängigkeit besitzt einen chirurgischen eingriff hoffentlich zu tätigen.
    es besteht handlungsbedarf den bitteren beigeschmack aufzuklären.

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