Hamburg Energie - Ich schliess mich an

Eigentlich wollte ich schon im Sommer den Stromanbieter wechseln. Nicht nur aus Kostengründen, sondern auch weil mein Anbieter in Berlin jetzt von Vattenfall geschluckt wurde. “Lekker Strom” gibt es jetzt nur noch vom Atomstromanbieter und außerdem hat man sich bei Vattenfall dadurch auch noch einen Billiganbieter einverleibt. Ungemütlicher Wettbewerb wird also möglichst eingedämmt.

Der Hamburger Senat hatte den städtischen Energieversorger, die “Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW)”, in mehreren Schritten von 1999 bis 2002 an den schwedischen Vattenfall-Konzern veräußert. Hamburgs Bürgermeister hatte bereits vor zwei oder drei Jahren den Verkauf als Fehler bezeichnet.

Hamburg Umweltsenatorin Anja Hajduk von den Grünen musste Ende September 2008 das Kohlekraftwerk in Moorburg genehmigen. Damals kündigte sie an, um zukünftig unabhängiger von fossilen Energieträgern zu sein, werde die Stadt einen eigenen Energieversorger gründen, der sich dem Klimaschutz verschreibt: “Ich finde, wir haben keinen ausreichenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt.“

Das städtische Unternehmen Hamburg Wasser wurde damals mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt. Aus dem Konzept ist jetzt “Hamburg Energie“ geworden. Ein Versorger, der atom- und kohlefreien Strom anbietet. Die Übernahme des Fernwärme- und Gasnetzes durch die Stadt oder ein städtisches Unternehmen soll eventuell noch folgen.

Hamburg Energie bietet derzeitig zwei Tarife an:

TOR ZUR WELT
enthält Strom aus europäischen regenerativen Wasserkraftwerken und hocheffizienten, ressourcenschonenden Gaskraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Hamburg und der Region. KWK-Anlagen sind so effizient, weil neben Strom auch Wärme zum Heizen erzeugt wird. Dabei vermeidet TOR ZUR WELT 92,6 % des CO2-Ausstoßes, der im Bundesdurchschnitt bei der Stromerzeugung anfällt. Und natürlich ist TOR ZUR WELT frei von Kohle- und Atomstrom.

HORIZONT
kommt aus Windkraft – 100 % regenerativ, 100 % CO2-frei. Und er kommt ganz aus der Nähe, eingekauft von Windkraftwerken in Hamburg. 

Mit diesen Tarifen hat man eventuell nicht den billigsten Strom, dafür unterstützt man aber zum einen den Klimaschutz und zum anderen wird der Strom auch zukünftig selbst von Hamburg Energie produziert. Als Hamburger muss man sich anschließen!

Kommentare

  1. Tatsächlich kauft Vattenfall unsere niederländische Muttergesellschaft. Weil Nuon Deutschland aber ein wichtiger Wettbewerber ist, hat die EU-Kommission entschieden, diese Übernahme nur zu genehmigen, wenn Nuon Deutschland dabei nicht mitverkauft wird. Denn auf dem Berliner und Hamburger Markt gibt es zu große überschneidungen. Damit will die Kommission sicherstellen, dass auf dem Energiemarkt auch weiterhin Wettbewerb herrscht. Denn nur dann gibt es günstige Preise sowie neue, attraktive Produkte und Dienstleistungen. Die hat Nuon seinen Kunden bisher immer bieten können und will das auch weiterhin. Damit wir das auch können, hat die Kommission so entschieden, wie sie entschieden hat. Verbraucherschützer sehen das übrigens genauso und begrüßen deshalb diese Entscheidung ausdrücklich.

  2. Es gibt fast gar keinen Wettbewerb und sicher schon gar nicht unter “Müttern” und deren Töchter. Fakt ist, dass Ihre Tarife nicht bzw. fast nicht günstiger sind, als die von Hamburg Energie. Da unterstützt man doch lieber einen lokalen Anbieter.

  3. Hallo,ich würde gerne wechseln,habe aber eine Nachtspeicherheizung,bieten Sie das auch an? mfg Stefanie Egeler

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