Deutsche Bank fordert Enteignung der Stromkonzerne
Eines der größten Kapital- oder besser Kapitalistenunternehmen in Deutschland fordert jetzt etwas völlig Unkapitalistisches. In Deutschland solle man die Energieversorger zerschlagen, um so endlich mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu schaffen.
Demnach fordert man, dass die Energieversorger sich von ihren Versorgungsnetzen trennen müssten. Somit wären die Durchleitungspreise auch für kleinere Anbieter attraktiver und man könne die Energie günstiger anbieten. Bisher halten die großen Konzerne Mitbewerber durch möglichst hohe Durchleitungskosten klein.
Diese Idee ist natürlich nicht der Feder der Deutschen Bank entsprungen. Auch die EU-Kommission ist für eine Zerschlagung der Konzerne, ebenso wie kleinere Anbieter, die sich bessere Marktchancen erhoffen. Auch für uns Verbraucher wäre es von Vorteil, wenn endlich mehr Wettbewerb möglich wäre. Dieses gilt nicht nur für Strom, sondern auch für den Gasmarkt.
Die Versorgungsunternehmen wollen jetzt ein eigenes Konzept zur Steigerung des Wettbewerbs angehen. Ein erster Schritt soll die Zusammenlegung sämtlicher Versorgungsnetze auch mit Anbietern in Europa sein. Die Angst geht also bei den Versorgern um, das die fetten Jahre bald ein Ende haben könnten.
Die Kostenseiten ist für den privaten und gewerblichen Verbraucher natürlich wichtig. Auf der anderen Seite muß sich jeder auch selbst fragen, wie man den Verbrauch reduzieren kann. Elektrogeräte müssen nicht permanent auf “Stand-By” gestellt sein und das Wohnzimmer auch nicht tropische Temperaturen haben. Wir sind alle gefordert und sollten uns nicht nur auf die Bemühungen der Versorger beschränken, die Preisstruktur zu verbessern. Die Verbraucherzentralen bieten mit ihrem Strompreisvergleich auch gute Möglichkeiten, den Strompreis für jeden zu drücken.
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